Samstag, 19. Mai 2012

Schützen- und Bürgerwald

1989 wurde der Schützen- und Bürgerwald anlässlich unseres 125-jährigen Bestehens ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Franz Keweloh waren damals alle Kaiser und Könige aufgerufen, einen Baum zu pflanzen. Dabei wurde mit tatkräftiger Unterstützung der erste Teil des Waldes mit einem dichten Ring aus Vogelschutzgehölzen angelegt.

Der Wald wurde 1991 schon offiziell zum Schützen- und Bürgerwald erklärt – seit damals finden in regelmäßigen Abständen Pflanzaktionen statt. Damals ist auch die Idee geboren, ein Naherholungsgebiet für alle Sendenhorster und Interessierten entstehen zu lassen. Das Interesse konnte sich sehen lassen und so wurde schon 1992 der zweite Teil eröffnet, für den sogar ein Baumlehrpfad eingerichtet wurde. Das bedeutet, dass zu jedem heimischen Gehölz eine Tafel angebracht wird, auf der die spezifischen Erkennungsmerkmale der Bäume leicht verständlich erklärt sind.

Egal ob Hochzeit, Jubiläum, Geburtstag, Taufe oder Klassentreffen – für jeden besonderen Anlass wird ein Baum gepflanzt.
Wenn man heute den ersten Teil des Schützen- und Bürgerwaldes sieht, kann man sich vorstellen wie er einmal aussehen wird, wenn die gesamte Fläche bepflanzt ist. Alles was heute da ist, entstand durch Spenden – darauf kann und sollte jeder Beteiligte stolz sein.

Im August 2001 wurde unter der Leitung von Josef Noldes und seinen Helfern zum ersten Mal das so genannte „Biwak“ veranstaltet. „Biwak“ bedeutet: Die Gäste können sich über den Bürger- und Schützenwald informieren, sehen wie sich das Gelände verändert hat und dabei ins Gespräch kommen.
Das „Biwak“ wurde ein so großer Erfolg, dass beschlossen wurde, in Zukunft an jedem letzten Wochenende im August eine solche Veranstaltung zu organisieren. Bis heute wird der Zuspruch dafür immer größer.

Am 1. Dezember 2001 wurde wieder zu einer ganz besonderen Pflanzaktion aufgerufen. Es war die letzte unter der Leitung von Franz Keweloh, der damit das Zepter endgültig an Josef Noldes übergab. Franz Keweloh war es deshalb auch vorbehalten im Frühjahr 2002 den 800., und damit auch seinen letzten Baum in seiner Amtszeit zu pflanzen. Von Franz Keweloh und Josef Noldes zusammen wurde an diesem Tag ein Spitzahorn direkt neben einer Sitzgruppe gepflanzt.

Mittlerweile wird der Wald nicht nur von den Bürgern als Naherholungs- und Wanderziel genutzt, sondern auch von Kindergärten und Schulklassen, um die Tier- und Pflanzenwelt zu erkunden.

Auch in den nächsten Jahren wird der Wald, dank der Unterstützung vieler Bürger und den unermüdlichen Einsatzes von Josef Noldes und seinen Helfern mit Sicherheit noch viel größer, als die momentanen 7 Hektar.

Wald- und Wiesenprojekt des Kindergarten St. Marien

Welch ein Höhepunkt im Kindergartenjahr. Die Mäusegruppe macht sich seit 2001 auf den Weg und besucht für eine Woche den Bürgerwald. Damit es ein schöner Vormittag wird, beginnt alles damit, sich Wochen vorher auf dieses Projekt einzustimmen. Da wird im Stuhlkreis erzählt, Bilderbücher zum Thema "Wald und Wiese" vorgelesen und vieles aus Naturmaterialien gebastelt. Die Eltern werden gebeten, die Stiefel zu polieren und einen Rucksack für den wichtigen Proviant zu besorgen.

Die Kinder laufen täglich den langen Weg zum Schützen- und Bürgerwald und können schon unterwegs vieles entdecken. Zuerst wird natürlich alles erkundet. Die Kinder erzählen vom vergangenen Jahr und suchen hinter dem Zaun die alten Schuhe "des Waldgeistes". Alles ist voller Moos und die Schuhe sind kaum noch zu sehen, aber sie sind noch da und das ist das Wichtigste. Hier ist es besonders geheimnisvoll und sehr leise.

Im Laufe der Woche gibt es vieles zu entdecken: Würmer, Schnecken, Frösche, Käfer, usw. Die Kinder spüren immer wieder neue Tiere auf. Die weitere Umgebung wird erkundet. Das Bienenhaus steht im Mittelpunkt und "Biene Maja" wird "lebendig". Am Teich sehen die Kinder einige Bienen wieder und beobachten ganz genau, was diese tun. ... aber immer wird geschaut was sich alles verändert hat, ob das der Waldgeist macht?

Zum Ende der Woche nehmen sich immer wieder Menschen aus Sendenhorst Zeit für die Kinder. Ob Herr Hut von der Stadt Sendenhorst oder auch Herr Dr. Book nehmen z.B. verschiedene Blumen zum Anlass, um diese den Kindern zu erläutern. Ein interessanter Tag, nicht nur für die Kinder. Die Natur birgt so viele Schätze. Zum Schluss wird noch ein Bäumchen gepflanzt und der Waldgeist mit Geschenken bedacht.

Der Bürgerwald ist für eine Woche in den Mittelpunkt gerückt. Die Natur bietet Ansätze, die im Kindergarten so nicht zu finden sind. Ob Regen, Hagel oder Sonnenschein, die Kinder sind immer fröhlich bei der Sache und freuen sich schon auf das nächste Jahr.

der 1000. Baum auf dem Weg in den Schützen- und Bürgerwald

1000 Bäume - 1000 Sendenhorster

das Motto der Pflanzaktion im Novenmber 2007. Bereits um 11 Uhr sind die Sendenhorster zur Begrüßung vor das Rathaus eingeladen. Gemeinsam, den 1000. Baum im Gepäck, steht als erstes eine kleine Wanderung zum Bürger- und Schützenwald an. Mit einer Talkrunde wird um 12 Uhr der besondere Tag direkt an der Industriestraße beginnen. Dort wartet ein großes Zelt auf die Waldfreunde. Die Talkrunde wird von Frank Haberstroh (Radio WAF) geleitet. In kurzen Beiträgen werden Schirmherr Heinrich Laumann, Bürgermeister Berthold Streffing, Landrat Dr. Olaf Gericke, Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass und Baumwart Josef Noldes Fragen zum Sendenhorster Bürgerwald beantworten.Eine Pyramiden-Eiche wird dann gegen 12.30 Uhr als 1000. Baum gepflanzt. Spender wird der Baumwart der Martinus-Schützen selbst sein. „Es gab viele Anwärter, die gerade diesen Baum gerne gepflanzt hätten“, berichtet Marcel Schumann, der zweite Vorsitzende des Vereins. Um aber alle gleich zu behandeln, entschlossen sich die Verantwortlichen, keinem der Kandidaten den Zuschlag zu erteilen und diesen Baum durch den Baumwart selbst pflanzen zu lassen. Im Anschluss wird ein deftiger Grünkohl mit Mettendchen als Imbiss angeboten. Für Interessierte wird die rollende Waldschule präsentiert, und es werden Führungen durch die Wald angeboten.„Eine ganz besondere Aktion haben wird dann für 14.30 Uhr vorbereitet. Dann wird es einen Fototermin geben, dessen Ergebnis wohl ebenso einzigartig sein dürfte, wie der Wald, in dem er stattfindet“, freut sich Schumann. Von der großen Drehleiter der Feuerwehr aus wird der Wald fotografiert. Und dabei kann an jedem Baum der Bürger stehen, der ihn gespendet hat, erklärt Schumann. Nach Kaffee und Kuchen sind die Gäste in eine kleine Pause entlassen.„Wir hoffen aber, dass am Abend möglichst viele wieder kommen“, so Schumann. Denn für den Abend versprechen die Organisatoren ein ganz spezielles Walderlebnis. Ab 19 Uhr wird im beheizten Festzelt bei freiem Eintritt gefeiert. Warm anziehen sollte man sich aber dennoch, wenn man sich den stimmungsvollen Fackelzug durch den Wald, der kunstvoll beleuchtet sein wird, nicht entgehen lassen möchte. Ein weiterer „Höhepunkt“ dürfte der Auftritt von „Waldgeist“ Simone Beckmann werden. Die Aktionskünstlerin wird den Festgästen auf ihre ganz spezielle Art „ein Licht aufstecken“.Ab 21 Uhr steht dann Party und Tanz mit der Liveband „Session“ auf dem Programm. „Wir hoffen, dass möglichst viele Sendenhorster an diesem Tag zu Ehren unseres Bürger- und Schützenwaldes teilnehmen werden und sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, das Naherholungsgebiet von seiner festlichen Seite kennen zu lernen“, laden Bürgermeister Berthold Streffing und Marcel Schumann zum Mitfeier

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